Seit dieser Woche erinnert eine Gedenktafel in der Ruhlaer Straße 8 an den jüdischen Historiker Simon Dubnow (1860–1941).
1922 kam Dubnow nach Berlin. In Schmargendorf vollendete er sein bedeutendes Werk, die zehnbändige „Weltgeschichte des jüdischen Volkes“, und setzte sich für jüdische Selbstorganisation und Minderheitenrechte ein.
1933 musste er vor den Nationalsozialisten nach Riga fliehen. Dort wurde er 1941 bei einem Massaker an den jüdischen Bewohnern des Rigaer Ghettos ermordet.
Die neue Gedenktafel macht ein bedeutendes Kapitel jüdischer Geschichte dort sichtbar, wo es sich abgespielt hat: mitten in unserem Kiez. Erinnerung braucht solche konkreten Orte.
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